Kongressprogramm

25. Mai 2023
07.30 - 09.00

Türöffnung

Beginn der Ausstellung

09.00 - 09.05

Begrüssung

09.00 - 13.00

FORTBILDUNG

09.00 - 13.00 | 1. Stock, Chalet 1

Migration und Trauma

Silvan Holzer
Silvan Holzer, Eidg. anerkannter Psychotherapeut. Kinder- und Jugendpsychotherapeut SRK, Supervisor für Kinder und Jugendliche, Coach of Transactional Analysis SBN-TA, Notfallpsychologe CareLink
Inhalt

Wir werden die Begriffe Trauma und Migration speziell im Kontext der Schwangerschaft, der Perninatalperiode und der Familie behandeln. Dies wird einen Einblick in die Erscheinungsformen des Traumas und seiner Folgen ermöglichen. Anschliessend werden wir Situationen aus der Praxis besprechen.

Flyer Kurs
Anmeldung über e-log

09.00 - 10.30

WORKSHOP 5

09.00 - 10.30 | 1. Stock, Raum 3AB

Le Groupe Pivot et la souffrance psychique en périnatalité › Françoise Rulfi, Oguz Omay

Françoise Rulfi
Françoise Rulfi, Leitende Hebamme und Beraterin, PROFA. Nach mehreren Jahren im Spitalbereich in der Entwicklungs- und humanitären Hilfe schloss sie sich 2004 der perinatalen Beratungsstelle PROFA Vaud an. Gemeinsam mit ihrem Team befasst sie sich mit der Interprofessionalität und mit dem Kontinuum im perinatalen Bereich zur präventiven Pflege.
Oguz Omay
Oguz Omay, Psychiater für Perinatalmedizin und Psychotherapeut, Les Toises, Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie in Lausanne. Präsident der Société Marcé Francophone in Frankreich, die sich für die Förderung der psychischen Gesundheit und Psychiatrie in der Perinatalphase einsetzt.
Inhalt

Lors de cet atelier, Oguz Omay et Françoise Rulfi vous proposeront de partager une manière de réfléchir à plusieurs, autour d’une situation clinique. Leur méthodologie et l’intérêt de ce type de formation pour les sage-femmes seront développés. Les outils de soutien interprofessionnel pouvant être mis en place seront explorés, axés sur les notions d’anticipation et de prévention, de définitions des rôles et des fonctions, en tenant compte des réalités professionnelles mais aussi de de la temporalité des actions et de la nécessité d’un continuum en périnatalité.

09.05 - 10.05

BLOCK 5

Berufszufriedenheit

09.05 - 09.25

Das Berufsfeld Hebamme in Québec

Julie Pelletier
Julie Pelletier, Präsidentin des Hebammenverbands von Québec, Kanada. Hebamme seit 2005, Diplom als praktizierende Hebamme der Universität von Québec in Trois-Rivières. Seit Mai 2019 Vorsitzende des Verbands. Parallel dazu belegt sie einen Masterstudiengang in Rechtswissenschaften und Gesundheitspolitik. Sie ist Mutter von drei kleinen Kindern.
Inhalt

Hebammen in Québec sind in ihrem Beruf, den sie innerhalb eines öffentlichen Gesundheitsnetzes ausüben, autonom.

Da sie wie alle Hebammen weltweit ausschliesslich für die Gesundheit von Frauen tätig sind, sehen sie sich in Bezug auf den Zugang zu Ressourcen und die berufliche Anerkennung beträchtlichen Herausforderungen ausgesetzt. Die Herausforderungen liegen demnach an der Schnittstelle zwischen einem Beruf, in dem mehrheitlich Frauen arbeiten, und einem Beruf, der überwiegend weiblichen Klientinnen dient.

Das grösste Hindernis für eine Entwicklung ist die geringe Anzahl von Hebammen in Québec. Glücklicherweise sind sie von einer echten Motivation getrieben, die Gesundheit von Frauen und Familien zu verbessern.
In diesem Exposé werden das Québecer Praxismodell und die Projekte zur Weiterentwicklung des Berufs vorgestellt.

09.25 - 09.45

Kann ein früher Ausstieg aus dem Hebammenberuf verhindert werden?

Susanne Grylka
Prof. Dr. Susanne Grylka, Leitung Forschung Institut für Hebammen, Departement Gesundheit, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW). Susanne Grylka hat grosse praktische Berufserfahrung als Hebamme. Seit neun Jahren arbeitet sie in der Forschung und leitet Forschungsprojekte.
Inhalt

Eine Sekundäranalyse von zusammengefügten Daten aus Projekten der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften und der Berner Fachhochschule zeigt, dass Hebammen in der Schweiz ihrer Arbeit im Vergleich zu anderen Gesundheitsfachpersonen eine hohe Bedeutung beimessen. Sie zeigt aber auch überdurchschnittlich hohe Arbeitsbelastungen wie zum Beispiel Schwierigkeiten in der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Die Absicht, die Stelle zu wechseln, war vor allem bei jüngeren Hebammen hoch. Einige von ihnen zogen sogar schon einen Berufswechsel in Betracht. Ein frühes Aufgeben des Hebammenberufs führt zu vielen fehlenden Berufsjahren und verschärft den Fachkräftemangel. Die Studienergebnisse werden im Kontext der Arbeitssituation der Hebammen und des Hebammenmangels diskutiert.

09.45 - 10.05

Personalausstattung: wenn der Bedarf das Angebot überschreitet

Luisa C. Eggenschwiler
Luisa C. Eggenschwiler, Hebamme MSc, Doktorandin. Luisa Eggenschwiler arbeitete nach der Ausbildung im Spital auf den Abteilungen Pränatal, Gebärsaal sowie Wochenbett als Hebamme (2014-2019). Berufsbegleitender Erwerb des Masterabschlusses (Universität Basel, 2017-2020), im Anschluss Beginn des Doktorats an der Universität Basel.
Inhalt

In der Schweiz gibt es bisher keine verbindliche Empfehlung, wie eine geburtshilfliche Abteilung im Spital oder Geburtshaus personell ausgestattet sein sollte. Es gibt somit keine Grundlage zur Bestimmung des notwendigen Personals, um einerseits die Sicherheit zu gewährleisten und andererseits eine hohe Qualität zu garantieren. In der Regel ist der Personalschlüssel relativ starr geplant, wogegen der Betreuungsbedarf, vor allem im Gebärsaal, stark variiert. Über einen Zeitraum von vier Jahren (2019-2022) zeigen wir, wie der Personalschlüssel den Bedarf auf den stationären Abteilungen eines Spitals abdecken konnte und was wir daraus lernen können.

10.05 - 10.30

Diskussion

10.30 - 11.00

Pause

11.00 - 12.30

WORKSHOP 6A

11.00 - 12.30 | 1. Stock, Raum 3AB

Le lichen scléreux touche 1 femme sur 50. Que dois-je savoir en tant que sage- femme?

Alice Bart
[FR] Alice Bart. Après 23 ans d’activité au sein du Centre Hospitalier de Bienne en qualité de responsable des soins et pendant 7 ans parallèlement de directrice du Département de Médecine, en retraite active au sein de l’Association Lichen Scléreux (présidente depuis 2020), et touchée par le Lichen Scléreux depuis l’enfance (diagnostiqué en 2017).
Inhalt

Le lichen scléreux (LS) est une maladie cutanée inflammatoire chronique de la région génitale externe. Bien qu’il s’agisse de la plus fréquente des maladies de la vulve, le LS n’est pas ou peu connu – même des gynécologues. Le LS détruit par poussées le tissu conjonctif élastique et entraîne des modifications anatomiques de la vulve/de l’entrée du vagin. Les adhérences, les zones blanches, les démangeaisons, les brûlures et les déchirures lors des rapports sexuels comptent parmi les symptômes qui peuvent, non-traités, conduire à un cancer de la vulve.
Comment se présente le LS, comment est-il traité avant/après un accouchement? Un accouchement normal est-il possible? Que faire si la parturiente présente des symptômes mais pas encore de diagnostic? Questions qui seront abordées dans cet atelier.

11.00 - 12.30

WORKSHOP 6B

11.00 - 12.30 | 1. Stock, Raum 3CD

Lichen sclerosus betrifft 1/50 Frauen – was muss ich als Hebamme darüber wissen?

Narayani Köllmann
Narayani Köllmann, schulische Heilpädagogin, Lerntherapeutin und Dozentin in der Erwachsenenbildung (Gesundheit und Persönlichkeitsentwicklung). Selbst von Lichen sclerosus betroffen, engagiert sie sich seit 2016 im Verein Lichen Sclerosus in der öffentlichen Aufklärung und der Betreuung Betroffener, seit 2020 ist sie im Vorstand.
Inhalt

Lichen sclerosus (LS) ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung im äusseren Genitalbereich.Obwohl es sich um die häufigste der Vulva-Erkrankungen handelt, ist LS (selbst bei Fachpersonen) nicht oder kaum bekannt. LS zerstört schubartig das elastische Bindegewebe und führt zu anatomischen Veränderungen der Vulva/des Vaginaleingangs. Verklebungen, weisse Stellen, Jucken, Brennen und Einreissen beim Sex zählen zu den häufigsten Symptomen, die unbehandelt zu Vulvakrebs führen können. Oft dauert es Jahre bis zur Diagnose und adäquaten Therapie, Aufklärung soll hierbei den Leidensweg verkürzen.

Wie sieht LS aus, wie wird LS behandelt vor und nach einer Niederkunft? Ist eine normale Geburt möglich? Was wenn die Gebärende Symptome, aber noch keine Diagnose hat? Fragen, denen wir nachgehen.

11.00 - 12.30

WORKSHOP 7

11.00 - 12.30 | noch festzulegen

Les compétences des sages-femmes au Québec

Julie Pelletier
Julie Pelletier, Präsidentin des Hebammenverbands von Québec, Kanada. Hebamme seit 2005, Diplom als praktizierende Hebamme der Universität von Québec in Trois-Rivières. Seit Mai 2019 Vorsitzende des Verbands. Parallel dazu belegt sie einen Masterstudiengang in Rechtswissenschaften und Gesundheitspolitik. Sie ist Mutter von drei kleinen Kindern.
Inhalt

L’atelier présente brièvement les tendances en matière de compétences des sages-femmes au Québec. Ensuite, sera décrit comment et où les sages-femmes travaillent au Québec. Les participant∙e∙s à l’atelier discuteront de la manière dont un échange de sages-femmes suisses au Québec peut réussir, respectivement des difficultés auxquelles les sages-femmes québécoises sont éventuellement confrontées en Suisse.

11.00 - 12.00

BLOCK 6

Mentale Gesundheit

11.00 - 11.20

Die traumatische Geburt aus der Perspektive der Fachpersonen

Antje Horsch
Prof. Antje Horsch, Institut Universitaire de Formation et Recherche en Soins, Universität Lausanne, und Abteilung «Frauen-Mütter-Kinder» im Centre Hospitalier Universitaire Vaudois
Inhalt

Unerwünschte Ereignisse in der Perinatalphase wie beispielsweise eine Frühgeburt, ein perinataler Verlust oder eine Geburt können von Müttern, Co-Eltern oder anderen eng beteiligten Personen als traumatisch erlebt werden. Dazu gehören auch die Leistungserbringer*innen im geburtshilflichen Bereich, die indirekt betroffen sein können, indem sie diesen Ereignissen ausgesetzt sind oder sich die von den Frauen geschilderten traumatischen Erlebnisse anhören. Dies kann sich auf ihr Wohlbefinden und ihre Berufspraxis auswirken und die Qualität der Pflege beeinflussen. In diesem Referat werden die evidenzbasierten Daten zu diesem Thema zusammengefasst und die klinischen Auswirkungen diskutiert.

11.20 – 11.40

Interprofessionelle Dimensionen in der Pflegebegleitung

Françoise Rulfi
Françoise Rulfi, Leitende Hebamme und Beraterin, PROFA. Nach mehreren Jahren im Spitalbereich in der Entwicklungs- und humanitären Hilfe schloss sie sich 2004 der perinatalen Beratungsstelle PROFA Vaud an. Gemeinsam mit ihrem Team befasst sie sich mit der Interprofessionalität und mit dem Kontinuum im perinatalen Bereich zur präventiven Pflege.
Oguz Omay
Oguz Omay, Psychiater für Perinatalmedizin und Psychotherapeut, Les Toises, Zentrum für Psychiatrie und Psychotherapie in Lausanne. Präsident der Société Marcé Francophone in Frankreich, die sich für die Förderung der psychischen Gesundheit und Psychiatrie in der Perinatalphase einsetzt.
Inhalt

In ungewöhnlichen oder intensiven somatischen oder psychosozialen Situationen kann die Hebamme grossem Stress sowie einem Gefühl der Isolation ausgesetzt sein, was die Betreuung der Patientin, des Neugeborenen und der ganzen Familie beeinträchtigen kann. Es gibt Möglichkeiten der interprofessionellen Zusammenarbeit, die sie bei der Betreuung und Pflege unterstützen können. Ein Weg, sich auf solche Herausforderungen vorzubereiten, besteht darin, eine klinische Situation gemeinsam aufzugreifen, die Interventionen aller beteiligten Berufsgruppen Revue passieren zu lassen und gemeinsam zu überlegen, was getan wurde und was hätte getan werden können.
Oguz Omay und Françoise Rulfi leiten seit mehreren Jahren die Groupe Pivot, ein monatliches Treffen zur Nachbereitung solcher Situationen in der Perinatalmedizin. Derzeit nehmen Fachleute aus mehreren Westschweizer Kantonen sowie aus Belgien, Kanada, Frankreich und weiteren Ländern teil. Eine Vielzahl von Berufen ist vertreten. Die Präsentation wird einen kurzen Überblick über die Funktionsweise der Groupe Pivot geben.

11.40 - 12.00

Eingeführte Gespräche über das Geburtserlebnis im CHUV – ein Erfahrungsbericht

Alexia Petitnicolas
Alexia Petitnicolas, Hebamme und verantwortlich für die Gespräche über das Geburtserlebnis im Centre Hospitalier Universitaire Vaudois (CHUV), Akupunkteurin. Tätigkeit in verschiedenen Bereichen: Geburtsvorbereitung, Schwangerschaftsbetreuung, gynäkologische und geburtshilfliche Notfälle, Gebärzimmer, Wochenbett und Stillberatung.
Julie Bourdin
Julie Bourdin, Hebamme und leitende Pflegefachfrau in der Gebärabteilung des CHUV. Ausbildnerin an der Hebammenschule in Rouen; promovierte Erziehungs- und Bildungswissenschaftlerin.
Inhalt

Immer mehr Frauen erleben die Geburt als traumatisch (6-9 % bei physiologischen Geburten und 25 % bei geburtshilflichen Komplikationen) und sind gefährdet, später eine posttraumatische Belastungsstörung zu entwickeln. Eine traumatische Geburt hat starke Auswirkungen auf eine spätere Schwangerschaft und eine zukünftige Geburt, aber auch auf die Unversehrtheit der Frau, des Paars und auf die Entwicklung des Kindes in einer verunsichernden Bindung. Das öffentliche Gesundheitswesen steht also vor der Herausforderung, das Erleben traumatischer Geburten aufzugreifen. Ausserdem ist die Hebamme eine unverzichtbare Akteurin bei der Geburt und daher vollkommen legitimiert, die Kontinuität der Betreuung bei schwierigen Geburten zu gewährleisten.
Als Antwort auf diese Herausforderung führte das Centre Hospitalier Universitaire Vaudois im März 2020 das Gespräch über das Geburtserlebnis ein, um Frauen, die die Geburt als traumatisch erleben, zu unterstützen und zu begleiten, indem ihnen eine Hebamme, die im Gebärzimmer arbeitet, eine Beratung anbietet. Die Ziele dieser neuen Dienstleistung bestehen unter anderem darin, das Geburtserlebnis im Nachhinein aufzuwerten, indem das Dossier in einer Atmosphäre des Zuspruchs, des Wohlwollens und der Unvoreingenommenheit wiederaufgenommen wird. So können psychopathologische Störungen erkannt und die Frauen an die entsprechenden Fachkräfte (multidisziplinäre Betreuung) weitergeleitet werden sowie der Stress bei einer späteren Schwangerschaft und Geburt abgebaut, das Geburtserlebnis

12.00 - 12.25

Diskussion

12.25 - 12.50

Session Studierende

12.50 - 13.00

Preisverleihung Poster / Session Studierende

13.00 - 14.30

Pause

14.00 - 18.00

FORTBILDUNG

14.00–18.00 | 1. Stock, Chalet 1

Migration et trauma

Diane Escamilla
Diane Escamilla, psychologue au Cabinet d’un Monde à l’Autre (Dre Cserveny, Lausanne). Master Professionnel en Psychologie Clinique et Psychopathologique, Master Recherche en Clinique Transculturelle. Domaines de spécialisation: psychotraumatisme, asile et migration, intégration, clinique transculturelle, périnatalité, parentalité et petite enfance.
Inhalt

Dans cet atelier seront abordées les notions de traumatisme et de migration dans le contexte plus particulier de la grossesse, de la périnatalité et de la famille. Cela permettra d’avoir un aperçu des manifestations du traumatisme et de ses conséquences. Des échanges autour de situations et de la pratique seront partagés.

Flyer formation
Inscription sur e-log

 

14.30 - 14.45

Auftritt Gastsektion

14.45 - 17.45

Delgiertenversammlung

Referent*innen

IM ÜBERBLICK

Moderator*innen

IM ÜBERBLICK

Posterwettbewerb

MEHR ERFAHREN

Alle Referate werden simultan auf Deutsch, Französisch und Italienisch übersetzt. Die Powerpoint-Präsentationen werden nur in der Original sprache gezeigt. Die Workshops werden nicht simultan übersetzt. Sie sind im Programm in der Originalsprache ausgeschrieben.

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